CLLD Interreg-Kleinprojektefonds 2021-2027
Ötzi Origin - Digitale Vermittlung von der Ötzi-Fundstelle Tisenjoch 3.210m
Ein gemeinsames Interreg-Projekt - Ötzi-Dorf Umhausen und archeoParc Schnalstal
Mit dem Fund der Gletschermumie Ötzi am 19. September 1991 am Tisenjoch entwickelte sich eine internationale Sensationsgeschichte. Die originale Fundstelle auf 3.210 m Seehöhe bildet bis heute das symbolische Zentrum einer grenzüberschreitenden Kulturmarke zwischen Tirol und Südtirol. Die Fundstelle zieht jährlich zahlreiche Wandernde an. Im Ötzi-Dorf Umhausen sowie im archeoParc Schnalstal wird das Thema bereits vermittelt, jedoch entspricht die bestehende Inszenierung im Schauraum nicht mehr dem aktuellen Stand digitaler Wissensvermittlung. Zum 35-jährigen Jubiläum wurden im Rahmen eines gemeinsamen Interreg-Projektes dazu entsprechende Maßnahmen gesetzt.
| Projekttitel | Ötzi Origin - digitale Vermittlung von der Ötzi-Fundstelle - Tisenjoch 3.210m |
| Projektträger | Verein für prähistorische Bauten und Heimatkunde |
| Projektpartner | archeoParc Schnals Museumsverein |
| Gesamtkosten | € 47.884,63 |
| Förderung | € 33.519,24 |
| Förderinstrument | CLLD Interreg-Kleinprojektefond Interreg VI-A Italia-Österreich-Kooperationsprogramm 2021-2027 |

- Produktion eines wissenschaftlich begleiteten Erklärvideos direkt an der Ötzi-Fundstelle am Tisenjoch, moderiert von Walter Leitner
- Inhalte in fünf Sprachen (DE, EN, IT, FR, NL) vertont und digital aufbereitet
- interaktive digitale Fundkarte zu 13 Fundgegenständen auf einem 75“-Touchscreen
- szenografische Aufwertung der 1:1-Nachbildung Ötzi-Fundstelle mit Panoramabild im Infoschauraum des Ötzi-Dorfes
- grenzüberschreitenden Kooperation: sämtliche Medieninhalte werden dem archeoParc Schnalstal zur Verfügung gestellt
- Konzepterstellung für einen immersiven Ausstellungsbereich mit einem nachgebauten Hubschrauber-Cockpit und Projektion im archeoParc Schnalstal
- zweisprachiger (DE + IT) Folder „Auf Ötzis Spuren“ als verbindendes Element zwischen den drei Standorten - Ötzi-Dorf - Ötzi-Fundstelle - archeoParc Schnalstal mit Verweis auf das Südtiroler Archäologiemuseum
Ziel ist eine innovative, mehrsprachige Wissensvermittlung, die nachhaltige Modernisierung der Infrastruktur sowie die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Tirol und Südtirol. Gleichzeitig werden Ausstellungserlebnisse qualitativ aufgewertet, die Besucherbindung erhöht und langfristig nutzbare digitale Bildungsinhalte geschaffen. Zudem werden regionale Betriebe in den Bereichen Medien, Handwerk und Tourismus wirtschaftlich gestärkt.


Ötzi und seine Zeit
Im archäologischen Freilichtpark erleben Sie das Leben vor 5.000 Jahren. Rekonstruierte Bauten, Jagd- und Arbeits- geräte sowie alte Haustierrassen zeigen den Steinzeit-Alltag. Grundlage sind Ötzi-Funde und Forschungen sowie Rekonstruktionen der Universität Innsbruck.
©: Ötzi-Dorf, Foto: Andreas Ebermann - TVB Ötztal Tourismus

Entdecken, wo und wie Ötzi lebte
Archäologisches Freilichtmuseum mit Besucherzentrum im Südtiroler Schnalstal. Ausstellungen und sechs Erlebnisstationen zur Entdeckung und dem Leben von Ötzi. Tagesprogramm für Erwachsene und Kinder: Stündlich Handwerkdemos, Workshops und Führungen.
©: archeoParc Schnalstal, Foto: Ganesh Neumair
Auf Ötzis Wegen
Das Kerngebiet in dem sich Ötzi aufhielt, ist vordergründig in den Ötztaler Alpen, im Schnalstal und im oberen Etschtal anzunehmen. Aber auch die steilen Routen über den Alpenhauptkamm wurden häufig begangen, wie mehrere Funde am Tiesenjoch, wie auch bei Vent und sogar im mittleren Ötztal bei Längenfeld belegen. Es handelt sich dabei um alpine Transitstrecken, auf denen früher Tauschhandel, als auch Weidewirtschaft betrieben wurde.



Impressum:
Headbild: Rekonstruktion Ötzi - © Südtiroler Archäologiemuseum, Augustin Ochsenreiter
Bildnachweis: Bild 1: © Ötzi-Dorf Umhausen
Bild 2: © Walter Leitner
Bild 3: © Helmut Simon
Bild 4: © Helmut Simon
Bild 5: © Wal-ter Leitner
Bild 6: © archeoParc Schnalstal, photo: Ganesh Neumair
Bild 7: © Südtiroler Archäolo-giemuseum / foto-dpi.com
Bild 8: © Südtiroler Archäologiemuseum / Augustin Ochsenreiter -
Texte: Prof. Dr. Walter Leitner / archeoParc Schnalstal



























